Es gibt wieder Anlass, über Plan und Markt nachzudenken. Wie immer gibt es dazu einen erzwingenden, und einen ermöglichenden Grund. Der erzwingende Grund liegt in der Volkswirtschaft. Der ermöglichende in der Technik.
Schauen wir uns eine Volkswirtschaft an, mit beispielsweise 1000 Konsumenten, und 500 Produzenten. Die Produzenten sind gleichzeitig auch Konsumenten: das müssen sie ja sein, sie müssen ja leben und ihre Lebensmittel und ihren Bedarf konsumieren. Sie produzieren aber nicht ihren jeweiligen Eigenbedarf, sondern Waren, die auf dem Markt zu ihren jeweiligen Konsumenten gelangen. Das machen sie so, weil jeder Produzent ein Spezialproduzent ist, ein Spezialist; sie teilen sich also die ganze Arbeit, weil es dann schneller und einfacher geht, wenn jeder sich auf was spezialisiert.
Die 500 anderen Konsumenten sind z. B. Kinder und Menschen, die aus irgendwelchen Gründen nicht selber produzieren, beislielsweise Mütter oder Väter im Kinderschaftsurlaub, oder alte Menschen.
Die Produktion ist technisch unterstützt, und gut organisiert, die Wirtschaft läuft gut, ist vollbeschäftigt, und die Bedarfe aller 1000 Konsumenten werden von den 500 Produzenten und ihren technischen Hilfsmitteln gut gedeckt. Nun tritt etwas ein, was in der ökonomischen Wissenschaft bislang unentdeckt geblieben ist: Sättigung. Die 1000 Konsumenten sind allmählich zufrieden, und wollen ihren Konsum nicht weiter ausweiten. Die 500 Produzenten könnten aber ihre Produktion ausweiten, weil sich die technische Unterstützung immer weiter verbessert. Was nun? Wenn die 500 Produzenten untereinander im Wettbewerb stehen, es also nicht möglich ist dass sie sich absprechen und beispielsweise sagen, sie reduzieren alle miteinander ihr Produktionsangebot ein wenig, dann kommt es zum Verdrängungswettbewerb. Plötzlich reichen 400 Produzenten, um den gesamten Bedarf der 1000 Konsumenten zu decken. Es setzt ein heftiger Konkurrenzkampf ein, und nur der beste gewinnt: wer schneller und billiger sein Produkt anbietet, hat einen Job. Wer den Job hat, bleibt in Lohn und Brot, bleibt auch in der Übung, wird immer besser, und wer ein paar Monate Pause machen musste, hat schon dadurch einen Nachteil. Und so geht es immer weiter: der technische Fortschritt geht weiter, die Zahl derer die einfach keine Chance mehr haben wird immer grösser. Die haben natürlich bald kein Einkommen mehr, und fallen deshalb auch bald aus als Konsumenten: dann gibt es für die 400 Produzenten nur noch 900 Konsumenten, darum reichen bald schon bloss 300 Produzenten, auf der Konsumentenseite gibt es noch mehr Nachfrageausfall – und die Volkswirtschaft, die eigentlich so reich sein könnte, dass alle zufrieden und in angenehmen Verhältnissen leben können, wird immer ärmer. Aus Reichtum gewissermassen! Das ist – im Prinzip, und ganz stark vergröbert – der Mechanismus in der freien Marktwirtschaft, der aus Reichtum Armut schafft. Wenn man Unternehmen, Geld, Zinsen, Banken und Aktien ins Modell einführt, ist man schnell bei der Immobilienkrise, bei der Finanzkrise und bei den bankrotten Staaten angelangt.
Daß es Sättigung in der Breite, also in einer ganzen Volkswirtschaft gibt, kann man sich so kaum vorstellen: man denkt dann das müsste so aussehen daß die ganz Reichen anfangen, ihren Reichtum zu verschenken. Sie haben schon alles, nu ist es mal genug, und drum – weg damit. Sie stellen sich jeden Sonntag auf den Balkon, und werfen Geld ins Volk. Oder verschenken es auf sonst eine noble Weise, Spenden, Stiftungen, Mäzenatentum, Jubelfeste.
Aber von so etwas – Schenkungen aus Überdruss – hat man eher selten gehört. Komischerweise fangen die ganz Reichen lieber an drüber nachzudenken, wie sie erstmal richtig reich werden können: sie fangen an mit dem Geld zu “arbeiten”, also aus Geld mehr Geld zumachen – es soll einfach immer noch mehr werden. Früher, als der Kapitalismus noch funktionierte und es noch nicht so weit gekommen war mit der Sättigung, da konnte man Geld produktiv investieren: in Anlagen und Technik und Verfahren, um schneller und einfacher bessere Produkte herzustellen. Wenn davon aber schon so viele da sind, daß da nicht mehr so viel zu holen ist, dann fängt man eben an zu spekulieren, im Kasino, in der Spielhölle der Investmantbanken. Das ist den letzten Jahren passiert. Immer mehr Menschen haben so viel Geld und so viele Sachen, daß sie denken sie können jetzt mal aufhören sich von ihrem Geld Sachen zu kaufen, und wollen lieber aus ihrem Geld mehr Geld werden lassen, bis sie am Ende möglicherweise ganz von ihrem Geld sogar leben können. Von Kapitalerträgen.
Und das geht eben nicht.
Und wieso geht Plan?
Wenn die 500 Produzenten sich absprechen und ein Abkommen schliessen, dass sie alle ihr Angebot begrenzen, so daß es zur Nachfrage passt, dann wäre das offensichtlich so eine Art Regulierung. Könnte ja funktionieren, und tatsächlich ist das ja bis in die 1990er Jahre praktiziert worden, daß man eben die Arbeitszeit immer weiter verkürzt hat. Das war ja nicht dumm. Trotzdem ist das nicht die Lösung: irgendwann würde das nicht mehr weitergehen mit der Arbeitszeitverkürzung. Irgendwann müsste aus der Regel, die Arbeitszeit zu begrenzen, ein Arbeitsverbot werden: wer seinen Beruf nur noch an zwei Tagen in der Woche ausüben darf, wird möglicherweise über die langen Wochenenden nicht mehr so glücklich sein. Und wenn man das mal auf die Spitze treibt, und sich vorstellt dass Techik und Automation immer weiter fortschreiten, so dass es nur noch einen Arbeitstag in der Woche gibt, dann nur noch zwei Stunden… und alles andere bleibt wie es ist? man bezieht sein Einkommen bei einer Firma, einem Unternehmen, steht da auf der Gehaltsliste, und einer ist Abteilungsleiter, und einer Direktor, und einer Vizepräsident, die Firma macht Produktionspläne und entwirft Expansionsstrategien, hat eine Corporate Identity, und will unbedingt Marktführerschaft erobern – und das passiert alles Montags von 12:00 bis 14:00 Uhr? dann gehen alle wieder nach Hause? jede Woche? wäre offensichtlich irgendwie absurd.
Die Technik hat offenbar mit uns was anderes im Sinn. Das wird erst dann richtig deutlich erkennbar, wenn man sich das gedanklich bis ins Extrem weiterentwickelt vorstellt, in einem Gedankenexperiment. Mal angenommen, die Technik ist so weit vorangeschritten, dass der gesamte Bedarf der Volkswirtschaft mit ihren 1000 Konsumenten von 500 Spezialmaschinen erledigt werden kann. Dann muss man mal voraussetzen, es gibt keinen Streit darüber, wer die Maschinen nun nutzen darf. Aber wenn insgesamt der Bedarf in seiner Zusammensetzung gut auf das Angebot an Produktionskapazität abgestimmt ist, bzw. besser noch umgekehrt – also das Produktangebot gut auf den Bedarf abgestimmt – dann ist doch erstmal alles gut: die 1000 Menschen bekommen alles was sie gerne konsumieren wollen, und müssen nicht einmal dafür arbeiten. Aber wovon ist dann abhängig wer was bekommen darf, oder soll? Bisher gilt ja in allen volkswirtschaftlichen Modellen, dass die Arbeit ihren Mann ernährt – wer arbeitet, erhält dafür einen Lohn, und von diesem Lohn kann er Güter und Dienstleistungen entgelten, die er gerne konsumieren will. Wenn niemand arbeitet – welche Rechte hat er denn dann? in engerem Sinn: welche Bezugsrechte? das wäre mal das eine Problem. Man könnte allerdings auch sagen: Bezugsrechte braucht niemand, denn diese vollautomatisiert hergestellten Güter kosten auch nichts. Es ist einfach eine bestimmte Menge an Gütern und Dienstleistungen da, und zufällig entspricht diese Menge – auch in ihrer Zusammensetzung – genau dem, was die Konsumenten dieser Volkswirtschaft gerne konsumieren wollen. Aber – das wäre ein recht unwahrscheinlicher Zufall. Wenn man sich vorstellt die Volkswirtschaft ist sehr groß und es gibt sehr viele Konsumenten und automatische Maschinen, dann wird es immer unwahrscheinlicher, dass die Güterallokation – dass also Güter und Konsumenten richtig zusammenfinden – ganz ungesteuert und zufällig funktioniert.
Aber warum soll es eigentlich lauter Spezialautomaten geben? Jeder Automat – damit auch alle Computer und beweglichen Roboter – ist zurückführbar auf das theoretische Konzept der Universalen Turing Maschine, und diesem Konzept ist die Idee der Universalität so eingeboren wie einem Fuchs das Hühnerjagen. Eine automatische Produktionsmaschine, die vollautomatisch Herrenschuhe der Grösse 42 produzieren kann, ist offensichtlich keine universale Produktionsmaschine. Eine Universale Produktionsmaschine ist eben eine, die alles herstellen kann: heute Herrenschuhe, morgen ein Fahrrad, dann einen Autoreifen, ein Telefon, und auch natürlich eine Kopie ihrer selbst.
Und genau so etwas steht geschichtlich gewissermassen vor der Tür. Bei Prof. Neil Gershenfeld am MIT in Boston können Studenten einen Kurs belegen mit dem Titel: How to make (almost) anything. Sein Ziel als Forscher und Wissenschaftler ist es, eine Maschine zu bauen, deren Produktionskapazität so universal ist wie die Rechenkapazität des universal programmierbaren Computers, und damit so universal wie die des legendären Star Trek Replicators, buchstäblich. Und natürlich kann so eine Maschine dann auch sich selber bauen und verdoppeln. Und die ersten Experimente mit solchen selbst-replizierenden Fabrikatoren laufen ja auch schon, ich hatte davon hier berichtet.
Wenn in unserer kleinen Volkswirtschaft mit den 1000 Konsumenten also eine genügend grosse Anzahl an solchen universalen Produktionsmaschinen bereit steht, oder vielleicht auch nur eine einzige, die aber entsprechend schneller produziert – dann geht jeder Konsument mit seinem Konsumwunsch zu dieser Maschine, macht ihr klar welches Produkt er gerne produziert haben will, wartet bis es fertig ist, und geht damit nach Hause. Dann ist das Allokationsproblem gelöst!
Die volkswirtschaftlichen Probleme fangen nun aber an mit folgenden beiden Erkenntnissen: 1. die perfekte universale Produktionsmaschine fällt nicht vom Himmel, und 2. es können nicht alle in einer Volkswirtschaft notwendigen Arbeiten auf Maschinen übertragen werden.
Die erste Erkenntnis bedeutet: diese Maschinen müssen immer auch weiterentwickelt werden, sie sind eigentlich immer nur in einem unvollkommenen Stadium und Status verfügbar. Sie produzieren eben nicht ganz universal, der Produktionsvorgang ist immer zu langsam, sie verbrauchen immer zu viel Energie und zu viele Rohstoffe, die Produktqualität ist immer zu schlecht und kann immer noch verbessert werden… und damit tauchen eine ganze Menge volkswirtschaftlicher Probleme auf.
Und die zweite Erkenntnis, dass eine Menge Arbeit auch in aller voraussehbaren Zukunft von Menschen wird getan werden müssen, beschert ein noch grösseres volkswirtschaftliches Problem.
Wie kann denn dann nun eine Volkswirtschaft organisiert sein? Der ungeregelte Markt kann das Problem nicht lösen – das hatten wir oben gesehen. Sobald der nachgefragte Konsum unter das Niveau der Produktionskapazitäten bei Vollbeschäftigung fällt – also dauerhaft, und ersparnis- und sättigungsbedingt – gibt es mit der freien und ungeregelten Marktwirtschaft ein Problem. Dem kann theoretisch eine Zeit lang mit Arbeitszeitverkürzungen begegnet werden, aber – das ist offenbar nicht die letzte, zukunftsträchtige und dem inneren Kern der Entwicklung angemessene Lösung.
Die “Produktionsmittel” – die universalen Produktionsmaschinen (die ja heute als Fabber gerade in ihren kleinen Kinderschuhen stecken!) befinden sich sinnvollerweise in öffentlichem oder auch in niemandes Eigentum: wenn sie einen Grad an Perfektion und produktiver Universalität erreicht haben, der buchstäblich ihre vollkommen funktionsverlustfreie Verdoppelung oder Kopie ermöglicht, ist ihre Verfügbarkeit – von allerlei denkbaren Problemen um Rohstoffe und Energie mal abgesehen – zunächst einmal theoretisch durch nichts begrenzt, sie sind überall umstandslos zu haben und deshalb kann mit ihnen umgegangen werden wie mit einem tiefen Atemzug Luft (so lange die Luft noch kostenlos zu haben ist!).
Aber – diese perfekte Maschine gibt es noch nicht. Aber wir sind auf dem Weg. Solange wir auf dem Weg sind, kann das Nutzen und Weiterentwickeln dieser Maschine gehandhabt werden so ähnlich wie das Nutzen und Weiterentwickeln von Wikipedia, oder anderen Open Source-Projekten: jemand macht sich Gedanken, wie ein Produkt oder ein Produktionsprozess verbessert werden könnte, beschreibt dieses Produkt oder diesen Prozess als Programmcode, legt diesen Code auf einem über das Internet zugänglichen öffentlichen System ab, und da können Nutzer nun zugreifen, diesen Code abrufen, und sich ein verbessertes Produkt auf einem verbesserten Verfahrenweg herstellen lassen (wobei aus dem grossen Universalen Produktionsmittel stillschweigend lauter kleine Fabber geworden sind, die all die privaten Nutzer möglicherweise bei sich zu Hause zur Endfertigung von Produkten stehen haben).
Dieses Prinzip wird derzeit ja unter dem Label “Commons” diskutiert. Die Idee ist, zu überlegen ob sich die Prinzipien und Erfahrungen aus solchen Produkten bzw. Software-Projekten wie Linux, Firefox, Thunderbird oder Wikipedia auf eine ganze Volkswirtschaft übertragen lassen. Voraussetzung für die Übertragung dieser Prinzipien auf die materielle Güterproduktion ist natürlich die Verfügbarkeit von solchen digitalen Fertigungsverfahren.
Auf Anhieb scheint der Gedanke ja ganz plausibel. Wikipedia ist ein grosser Erfolg, lauter freiwillige und meist namenlose Mitarbeiter erschaffen vollkommen ohne äussere Organisation und Leitung ein grosses, komplexes Produkt, das sich grosser Beliebtheit bei seinen Benutzern erfreut. Die Nutzung ist natürlich kostenlos, und die Mitarbeit unentgeltlich. Was ist nun zu überlegen, wenn man sich fragt ob diese Prinzipien der unentgeltlichen, freiwilligen und unentgeltlichen Produktion auf eine ganze Volkswirtschaft übertragen werden können? Na ja, ein wichtiger Gedanke ist natürlich der, dass so eine Enzyklopädie keine Leistung anbietet, die möglicherweise irgendwann einmal auf kurzem Wege lebenswichtig sein könnte: beispielsweise medizinische Erstversorgung nach einem Unfall oder bei schwerer Krankheit ist ohne Zweifel unmittelbar lebenswichtig. Und so gibt es eben eine Menge Leistungen in einer Volkswirtschaft, die mehr oder minder direkt überlebenswichtig oder jedenfalls ganz zweifelsfrei unverzichtbar sind. Da müssen die Menschen in einer volkswirtschaftlichen Gemeinschaft einfach sicher sein, daß diese Leistungen zur Verfügung stehen. Es müssen Krankenhäuser da sein, die müssen ausgestattet sein mit Geräten, Infrastruktur und Personal, das auf alle denkbaren Fälle vorbereitet ist. Diese Menschen müssen wiederum lange Jahre der Ausbildung hinter sich gebracht haben, sie haben also viele Jahre lang auf allerlei andere Aktivitäten verzichtet, die ihnen alternativ hätten ermöglichen können ihren Unterhalt zu verdienen bzw. ihren Bedarf zu decken, und diese Menschen verlassen sich darauf, daß die anderen Menschen in “ihrer” Wirtschaftsgemeinschaft nun ihren Teil dazu beitragen, dass es ihnen an nichts fehlt in ihrem Leben, während sie allen anderen eben ihre medizinischen Dienste anbieten können.
Wie soll es nun geregelt sein, dass sichergestellt ist, dass die notwendigen Leistungen erbracht werden, dass andrererseits keine Leistung und keine Arbeit verschwendet wird, und dass aber auch jeder Mensch eine Chance hat, und wenigstens das Notwendigste zum Überleben sicher erhält? und vielleicht sogar noch ein bischen mehr als das – immerhin kann man ja schon ein hohes Mass an Fertigungskapazitäten voraussetzen, und die gesamte Wirtschaftsentwicklung hat ja schon eine Phase der Sättigung erreicht, also: die umgebende Welt ist eher reich als arm.
Nun – bisher hat man geglaubt, die “invisible hand” des Adam Smith, also das freie Spiel der Marktkräfte das alles zum Allerbesten regeln kann. Offenbar stösst aber die Fähigkeit des Marktes an ihre historischen Grenzen, es tauchen immer breitere Belege für fundamentales Marktversagen auf. Aber andererseits: die Planwirtschaft hat offensichtlich auch versagt auf der ganzen Linie! Oder doch nicht auf der ganzen Linie? Öffentliche, staatliche oder kommunale Strukturen hat es überall da gegeben, wo man entweder hoheitliche Aufgaben zu erfüllen hat (Polizei, Gerichte, Militär, Regierungsapparat, Flugsicherheit, Zoll etc.) oder man der privatwirtschaftlichen Initiative nicht getraut hat, zum Beispiel ursprünglich bei Post und Bahn oder Flugverkehr. Im weiten Bereich der Güterproduktion war das aber vollkommen unmöglich! Da ist Planung und Staat vollkommen überfordert. War jedenfalls so.
Aber nun: wenn es derartige mehr oder weniger universale und potente Produktionsautomaten gibt? dann ist die Planung doch erheblich leichter überschaubar. Was müsst denn überhaupt geplant werden – nur Dinge, die jeder einzelne gar nicht überschauen kann, zum Beispiel die Versorgung mit Rohstoffen, oder Energie, für eine ganze Volkswirtschaft. Was mit den Rohstoffen passieren soll – kann jeder einzelne ja vollkommen frei entscheiden!
Also alles in allem: ich glaube und denke, fürchte einerseits und sehe es andererseits einfach leidenschaftslos kommen: wir werden ein bischen mehr öffentliche Planung benötigen in Zukunft, um sicherzustellen dass das Notwendige auch getan wird, zur rechten Zeit und in ausreichendem Umfang, aber das wird wesentlich effizienter möglich sein als je zuvor; die Güterproduktion wird zu einem grossen Teil komplett von Maschinen erledigt werden, es wird grössere individuelle Spiel- und Entscheidungsräume geben als bisher, es wird mehr Möglichkeiten der individuellen Entfaltung geben, mehr Reichtum an Möglichkeiten, und gleichzeitig grössere Sicherheit und Beständigkeit in der Lebensgestaltung und Familienplanung.



